Die meisten „aktiven“ blauen und grünen Dachsysteme teilen eine versteckte Annahme: Das Dach muss umgebaut werden, um sie aufzunehmen. Systeme wie das PolderRoof von MetroPolder und Smart Flow Control von Optigrün sind um eine zusätzliche Puffer- oder Speicherschicht herum konstruiert — Kisten oder Substrat, die Teil des Dachaufbaus selbst werden. Im Neubau ist das eine Planungsentscheidung. Am Bestandsgebäude ist es meist ein K.-o.-Kriterium: zusätzliche ständige Last, neue Abdichtungsdetails und ein komplettes Dachprojekt, bevor auch nur ein Tropfen Regenwasser gemanagt wird.
Der entscheidende Unterschied: Nachrüstbarkeit
SmartFlow geht den umgekehrten Weg. Das System wird am bestehenden Dachablauf installiert — keine zusätzliche Speicherschicht, keine Kisten, kein Substrat, keine Abdichtungsarbeiten. Die vorhandene Dachfläche selbst wird zum Rückhaltevolumen, und ein Controller mit motorisiertem Ventil am Ablauf entscheidet auf Basis von Live-Sensordaten und Wetterprognosen, wann Wasser das Dach verlässt. Die Installation wird in Stunden gemessen, nicht in Bauphasen.
Deshalb ist SmartFlow als Nachrüstung auf Bestandsgebäuden umsetzbar — nicht nur im Neubau. Diese Unterscheidung ist entscheidend, denn die überwältigende Mehrheit der städtischen Dächer existiert bereits: Eine Regenwasserstrategie, die nur im Neubau funktioniert, lässt die bestehende Stadt — und ihr Überflutungsproblem — unberührt.
Unabhängige Anerkennung
SmartFlow trägt das Label Solar Impulse Efficient Solution — eine unabhängige externe Anerkennung für Lösungen, die hohe Standards sowohl bei der Umweltleistung als auch bei der Wirtschaftlichkeit erfüllen. Für SmartFlow spiegelt die Bewertung genau das hier beschriebene Profil wider: messbare Regenwasser-Wirkung ohne zusätzliche Infrastruktur auf dem Dach oder im Boden.
Nachweise aus der Praxis
In Akko in Nordisrael arbeitet SmartFlow über ein Wohnquartier mit 14 Gebäuden hinweg — eine Installation im Portfolio-Maßstab, vollständig als Nachrüstung realisiert, ohne unterirdische Tanks und ohne zusätzlichen Dachaufbau. Jedes Dach wurde über seine bestehenden Abläufe in ein gesteuertes Rückhalte-Asset verwandelt.
In Sanhedrin 13 zeigt ein dokumentiertes Regenereignis vom 6. Dezember 2025 das System im Einsatz: Während eines 27-mm-Ereignisses hielt SmartFlow rund 2,7 m³ Niederschlag auf dem Dach zurück und gab ihn anschließend gesteuert ab — und glättete so die Abflussspitze, die sonst mit voller Intensität die Straßenentwässerung getroffen hätte. Jeder Schritt des Ereignisses ist protokolliert: Wasserstand, Ventilstellung und Prognosekontext.
Ein Satz, den derzeit kein Wettbewerber beanspruchen kann
SmartFlow ist das einzige aktiv gesteuerte, prognosebasierte Blaudach, das keine zusätzliche Speicherschicht benötigt — zu Nachrüstkosten auf jedem statisch geeigneten Flachdach.