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Planungswerkzeug

Abflussrechner für Dachflächen

Schätzen Sie das Regenwasservolumen ab, das ein Gebäudedach bei einem Niederschlagsereignis erzeugt. Nutzen Sie die Ergebnisse zur Bemessung von Rückhaltesystemen, zur Bewertung von Abgaberaten und als Grundlage für Entscheidungen im Regenwassermanagement.

Abflussvolumen des Dachs berechnen

mm

Typischer Bereich: 0,70-0,95 bei Flachdächern

Wie der Dachabfluss berechnet wird

Das Rationalverfahren bildet die Grundlage für die Abschätzung des Regenwasserabflusses von versiegelten Flächen wie Dächern. Der Kernzusammenhang ist einfach: Ein Millimeter Niederschlag, gleichmäßig auf einen Quadratmeter versiegelter Fläche verteilt, erzeugt einen Liter Abfluss - unter der Annahme, dass keine Versickerungsverluste auftreten. Der Abflussbeiwert (C) berücksichtigt geringe Verluste durch Oberflächenaufnahme, Anfangsbenetzung und die Textur der Abdichtungsbahn. Für gängige Flachdachbahnen (TPO, PVC, EPDM, bituminöse Systeme) liegen die Abflussbeiwerte typischerweise zwischen 0,85 und 0,95. Das bedeutet, dass zwischen 85 % und 95 % des Gesamtniederschlags zu Abfluss werden. Für die Bemessung wenden Ingenieure diese Formel über eine Ereignisdauer an, die der Konzentrationszeit entspricht - der Zeit, die Wasser vom entferntesten Punkt des Dachs bis zum Auslass benötigt. Bei den meisten flachen oder schwach geneigten Dächern sind das wenige Minuten, sodass sich das gesamte Niederschlagsvolumen nahezu unmittelbar in Abfluss am Auslass übersetzt.

Abflussbeiwerte verschiedener Oberflächen

Der Abflussbeiwert gibt an, welcher Anteil des Niederschlags auf einer Oberfläche zu Abfluss wird, statt aufgenommen, verdunstet oder zurückgehalten zu werden. Unterschiedliche Dachoberflächen haben deutlich verschiedene Beiwerte, was ihre Abbildung in Regenwasserberechnungen bestimmt.

  • Flachdach mit Kunststoffbahn (TPO/PVC/EPDM): 0,85-0,95
  • Bituminöses Schichtdach: 0,80-0,90
  • Gründach (extensiv, 100-150 mm Substrat): 0,30-0,60
  • Gründach (intensiv, >200 mm Substrat): 0,10-0,35
  • Kiesbeschwertes Flachdach: 0,70-0,85
  • Beton- oder Asphaltbelag: 0,70-0,90
  • Verdichtete Schotterfläche: 0,40-0,60

Aspekte des Regenwassermanagements

Das gesamte Abflussvolumen eines Dachs bei einem Bemessungsereignis zu kennen, ist der Ausgangspunkt mehrerer wesentlicher Planungsentscheidungen. Die Spitzenabflussrate - getrennt anhand der Niederschlagsintensität statt der Gesamthöhe berechnet - bestimmt, wie groß ein Durchflussregelorgan (Wirbelventil, Drosselblende oder Wehr) ausfallen muss. Das Gesamtvolumen bestimmt, wie viel Speicher auf dem Dach nötig ist, um die Differenz zwischen zulaufendem Abfluss und der zulässigen gedrosselten Abgaberate zu puffern. Bei gesteuerter Entwässerung und Blaudachsystemen ist das Planungsziel meist, den Spitzenabfluss auf eine Rate wie vor der Bebauung zu senken - je nach örtlicher Regelung häufig 1,4 bis 5 l/s/ha - und zugleich genug Volumen auf dem Dach zurückzuhalten, um eine spürbare Dämpfung zu erreichen. Bemessungsfehler haben reale Folgen: zu kleine Rückhaltung lässt bei Spitzenereignissen zu viel Abfluss zu; zu große Rückhaltung kann Lasten jenseits der Bemessungskapazität der Dachkonstruktion erzeugen. SmartFlow überwacht Anstauhöhe und Abgaberate in Echtzeit und gibt Betreibern durchgehend Transparenz darüber, ob ihr System während laufender Ereignisse und in den Zeiten dazwischen wie geplant arbeitet.

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