Von der Restfläche zur klimarelevanten Immobilie
Jahrzehntelang haben wir das Dach als Restfläche behandelt. Das, was übrig blieb, nachdem der Architekt fertig war: ein Warmwasserspeicher, ein Klimakondensator, ein paar Antennen. Zählt man aber alle Dächer einer Stadt zusammen, ergibt das eine enorme Fläche - und in einer Welt, in der ein Jahrhundertregen inzwischen einmal pro Jahrzehnt auftritt, kann sich keine Stadt leisten, sie leer zu lassen. Das ist keine Prognose. Städte weltweit, allen voran Rotterdam, haben jedes Dach bereits kartiert und ihm eine Funktion zugewiesen. In Israel ist dieser Prozess in vollem Gange: Kommunen erfassen das Dachpotenzial auf Quartiersebene und erarbeiten Umsetzungsvorgaben je Gebäudetyp. Das Dach hat sich von vergessener Fläche zu strategischer Immobilie gewandelt.


